Zwei Wochen Corona-Virus in Österreich – Analyse der aktuellen Situation

Wieder ist eine Woche ins Land gegangen, und wie erwartet, haben die Erkrankungsfälle zugenommen. Viele davon, stehen aber in Zusammenhang mit bereits bestätigten Fällen. Das ist ein gutes Zeichen, weil man so den Weg des Virus noch gut verfolgen kann. In Einzelfällen sind erkrankte Personen aber an ihrem Arbeitsplatz gewesen und haben womöglich auch Kunden angesteckt, die man jetzt nicht mehr ausfindig machen kann.

Aber der Reihe nach. Schauen wir uns erst einmal die Hotspots in Österreich an. (Der Stand aller Daten ist Sonntag, der 8. März, 20 Uhr)

Wien / Bezirk Korneuburg

In Wien und dem angrenzenden niederösterreichischem Bezirk Korneuburg ist die Lage zurzeit am kritischsten. Die meisten Fälle stammen aus einem Bekanntenkreis, und von da aus haben sich diese weiterverbreitet. Mit einer drastischen Zunahmen ist in dieser Region zu rechnen. Mittlerweile sind in Niederösterreich auch Fälle außerhalb des Bezirks Korneuburg aufgetaucht, was dafür spricht, dass das Virus nicht völlig unter Kontrolle ist.

Corona Risikogebiet Wien-Korneuburg
Aktuelle Fälle in Wien und Niederösterreich

Oberösterreichischer Zentralraum

Oberösterreich hat zwar nicht sehr viele Fälle, aber beunruhigend ist, dass anscheinend viele Mitglieder einer Reisegruppe betroffen sind, die zuvor in Südtirol war. Immer wieder tauchen neue Fälle auf. Es ist daher denkbar, dass die Anzahl der Betroffenen noch deutlich anwächst. Auch weil der oberösterreichische Zentralraum sehr urban und dicht besiedelt ist. Diese Region sollte daher im Auge behalten werden.

Corona-Virus Oberösterreich
Aktuelle Fälle in Oberösterreich

Tiroler Oberland / Innsbruck

Auch in Tirol sieht die Lage erstmal nicht dramatisch aus. Problematisch ist aber, dass ein Betroffener in einer Bar gearbeitet hat. Es ist völlig unklar, wer sich aller bei ihm angesteckt hat. Interessant ist auch, dass die meisten betroffenen in Tirol Norweger sind. Das Virus scheint also in der norwegischen Community zu grassieren.

Aktuelle Fälle in Tirol

Die restlichen Bundesländer

Von den restlichen Bundesländern ist nur die Lage in der Steiermark etwas unübersichtlich. Hier scheinen besonders Rückkehrer einer Kreuzfahrt betroffen zu sein. Sollten die Fälle noch weiter ansteigen, wird auch diese Region auf der Karte als Risikogebiet gekennzeichnet. Auch eine Frau die zuvor auf einer Messe in Italien war, hat das Virus an einige andere übertragen.

Vorarlberg, das Burgenland, Kärnten und Salzburg scheinen ihre Fälle gut im Griff zu haben. Die Zahlen bleiben weitgehend stabil. Dass Kärnten bisher nur einen gemeldeten Fall ist, ist besonders bemerkenswert. Grenzt es doch direkt an in Italien an. Ursprünglich ging man davon aus, dass dort das Virus als erstes um sich schlagen würde.

Die Lage in Salzburg sieht schlimmer aus als sie ist. Es sind hier hauptsächlich Urlauber, die betroffen sind. Diese wurden anscheinend früh genug unter Quarantäne gestellt, so dass, abgesehen von vorher bestimmten Verdachtsfällen, keine weiteren Ansteckungen zu beobachten sind. Auch der Fußballfan aus Frankfurt, der das Stadion in Wals-Siezenheim besucht, und in zwei verschiedenen Hotels genächtigt hat, scheint das Virus nicht großflächig verbreitet zu haben. Salzburg ist auch bei der Kommunikation nach außen sehr vorbildhaft. Auf salzburg.gv.at werden alle Fälle zeitnah aufgelistet. Für das Hauptrisikogebiet Wien sucht man eine solche Tabelle vergebens, und in der Steiermark werden mittlerweile nicht einmal mehr die Bezirke veröffentlicht, in denen sich die Fälle ereignen. Transparenz sieht anders aus.

Weiteres Vorgehen der Regierung

Wie aus den Medien zu entnehmen war, geht Italien mittlerweile recht radikale Schritte. Dort ist das Virus mittlerweile völlig außer Kontrolle. Ein Zustand den wir zum Glück nicht haben, und der hoffentlich auch nicht eintritt. Stand heute kann aber niemand sagen, was in den nächsten Wochen passiert. Daher wurden weitere Maßnahmen auch nicht ausgeschlossen.

Hinweis: Wenn sie das lesen, ist die Anzahl der Erkrankten vermutlich bereits weiter angestiegen. Im folgenden daher die aktuelle Karte:


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